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Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Komfort
(8/10)
Antrieb
(7/10)
Design
(10/10)
Fahreigenschaften
(8/10)
Ausstattung
(8/10)
Sicherheit
(7/10)
Preis/Leistung
(9/10)

Gesamtbewertung


BESONDERHEITEN

+ Mega cooler Look
+ 4 Zoll fette Reifen
+ Viel Fahrspaß
+ Super für Wald, Wiese, Stadt
+ Kleines Akku-Wunder
+ Leichte Bauweise

- Lack neigt zu Kratzern
- Ständer etwas kurz

2.399,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Beschreibung

Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Erfahrungsbericht

Jeep Fat E-Bike MHFR 72100 im Test bei der Kugelbake in Cuxhaven

Das Jeep Fat E-Bike rollt völlig tiefenentspannt auf dem Asphalt des Deichs. Im Hintergrund die Kugelbake an der Nordsee.

Fette Reifen, cooler Look und ein schnurrender Motor – wer bei diesen Punkten an Jeep denkt, irrt nicht. Doch wir sprechen nicht über Geländewagen, sondern über das e-MTB in unserem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test. Wir haben das Gefährt von der Eisdiele durch den Wald bis hin an Horizont des Meeresbodens gejagt und stellen euch heute unsere Erfahrungen mit dem schwarzen Monster vor!
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Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Review als Video

Ohne Übertreibung können wir sagen, dass dieser Test viel Spaß gemacht hat. Da man sich einen besseren Eindruck von einem Bike machen kann, wenn man es in Aktion sieht, haben wir für euch das Jeep Fatbike Review auch nochmal als ausführliches Video. Schaut’s euch gerne an.

Erster Eindruck des Jeep Mountain FAT E-Bike

Bei allen von uns getesteten Jeep E-Bikes war die optische Nähe zur Offroad-Legende stets zu erkennen. Beim Jeep Mountain FAT E-Bike legen die Ingenieure jedoch noch eine ganze Schippe nach.
Das zu 90% fertig montierte Bike kommt in einem großen Karton und macht schon beim Auspacken und Fertigmontieren einen imposanten ersten Eindruck. Die Lackierung ist super ausgeführt und die matte Farbgebung mit gelben Akzenten passt hervorragend zum Look des E-Bikes. Aber das wahre Highlight sind die wirklich enormen FAT Reifen des E-Mountainbikes. Die 26×4 Zoll messenden Pneus wirken auf den schwarzen Felgen, wie der Name es schon verrät: Fett! Kommentar von Jugendlichen an der Eisdiele: „Boah krasses Bike“. Und Jugendliche sagen immer sehr unverblümt ihre Meinung! Es fängt also schon Mal gut an.
Federgabel beim Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test

Die Federgabel des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 gleicht viele Unebenheiten aus, ohne dabei zu schwammig zu sein.

Alle anderen Komponenten des E-Bikes sind ebenso gut verarbeitet und robust genug, um sie direkt mal durch den Wald zu scheuchen – das gilt auch für die Federung. Beim Jeep Mountain FAT E-Bike handelt es sich um ein Hardtail, sprich nur die Gabel verfügt über eine Federung. Wir sind gespannt darauf, was die extrabreiten Reifen zusätzlich absorbieren können.
Besonders schick ist das Felgendesign am Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Trotz aller Neutralität – wir haben uns in das Felgendesign der Fat Tires verliebt. Die abgerundeten, wiederkehrenden Designelemente sehen unheimlich cool aus und verleihen den fetten Reifen zusätzlich eine besondere Optik.

Fehlt da etwas? Akku und Motor sind beim Jeep FAT E-Bike derart gut versteckt, dass sie erst beim zweiten Blick erkennbar sind – das verdient ein Lob und erinnert uns an die durchdachte Lösung, die Jeep schon beim Fold E-Bike FR 7000 gefunden hat. Insgesamt ist die Designsprache des Jeep Fat E-Bike skandalös kompromisslos. Die Keilform unterstützt zudem die ohnehin schon sportliche Silhouette. Die fetten Reifen lassen den Rahmen fast schon zierlich erscheinen. Der Rahmen ist vorne durch den integrierten Akku breiter und wird nach hinten hin schmaler, um dann wieder im Kontrast zu den üppigen Reifen zu stehen – wirklich eine Schönheit auf 2 Reifen.
Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Review

Das Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 im Review. Sieht nicht nur cool aus, sondern es fährt sich auch so!

Verarbeitung des Jeep FAT e-MTB

Mountainbikes haben einen einzigen Auftrag: Sie müssen robust sein und allen Widrigkeiten trotzen, die das Gelände ihnen präsentiert. Bevor man sich mit dem Jeep jedoch auf die Lieblings-Downhillstrecke stürzt, hier ein Hinweis: Das 23,5 kg leichte Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 hat eine maximale Traglast von 130 kg und ist als Lifestyle-Bike konzipiert, welches Spaß im flachen Gelände machen soll und vor allem cool aussieht. Und das macht es auch hervorragend. Alpine Trails überlässt es hingegen den großen Brüdern von Haibike, Cube und Co.

Teils integrierte Kabelführung

Das Cockpit des Jeep könnte hinsichtlich der Anzahl der Kabel noch etwas aufgeräumter sein, aber dafür laufen die Kabel etwa in Höhe des Logos zusammen und verlaufen von da an im Inneren des Rahmens. Die so integrierten Kabelzüge bringen ein Plus an Ordnung und schützen die Stränge optimal.
Kabelbaum am Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Wie auch bei den anderen Jeep E-Bikes gilt in Puncto Kabelführung: Weniger ist mehr! Würden die Kabel beim Fat Mountain Bike im inneren des Rahmens verlaufen, wäre es noch schicker!

Robuste Verarbeitung beim FAT E-Bike

Dass das Jeep Fat Mountainbike kein reinrassiges Mountainbike ist, lässt sich an der Übersetzung mit einem 44-Zähne-Kettenblatt und dem verbauten Motor erkennen. Zwar schafft der Motor problemlos hügelige Waldwege, leichte Anstiege und die 125 mm Federgabel schluckt auch die meisten Stöße locker weg, aber es handelt sich nicht um die Komponenten, die man bei steilen Trails und einem reinrassigen Mountainbike verwenden wollen würde. Das müssen sie auch nicht sein! So spart Jeep nicht nur Gewicht, sondern auch am Preis des e-MTBs, welches für rund 2000 Euro fair beziffert ist.
Kettenblatt beim Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test

Auch das Kettenblatt des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 sieht sportlich aus. Die geschliffenen Ränder stehen dabei im Kontrast zur runden Optik der Fat Tires.

Betrachtet man Rahmen und Anbauteile, fällt die robuste und stabile Verarbeitung ins Auge. Die Entwickler waren sich beim Design bewusst, dass es sich beim Jeep FAT Bike um ein Offroad-Vehicle handelt. Schweißnähte und Verbindungen sind sichtbar und trotzdem gut verarbeitet. Dadurch gewinnt das Bike optisch noch mehr Biss!
Übrigens: Neben der Rahmengeometrie und den fetten Reifen macht auch der Sattel einen guten Job. Er ist auf Anhieb bequem und lädt auf weite Touren ein.
Bequemer und Sportlicher Sattel am Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

In unserem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test macht der Sattel eine gute Figur. Er ist sportlich, und dennoch nicht zu hart. Darauf kann man es auch mehrere Stunden gut aushalten.

Satte 4 Zoll fette Reifen

Die fetten 4“ breiten Reifen sind hochwertig verarbeitet und laufen auf schwarzen Felgen, die mit ihrem auffälligen „Buckelmuster“ supercool aussehen. Die 26 Zoll Größe entspricht dabei dem modernen Standard von Mountainbikes und ermöglicht maximale Flexibilität. Auch hier fällt auf, dass das E-MTB für flaches bis mittleres Gelände konzipiert ist, da das Profil der Reifen im Vergleich zu anderen FAT Mountainbikes eher etwas flacher ist, um auch auf Asphalt gut zu rollen. Insgesamt ist dadurch das Gesamtpaket genau richtig für seinen Anwendungsbereich zusammengestellt.
Das Reifenprofil der Fat Tires des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 ist gut gewählt

Das Reifenprofil des MHFR 7100 ist gut gewählt. Da es nicht für extreme Trails gedacht ist, braucht es kein zu tiefes Reifenprofil. Gleichzeitig hat es aber so Grip, dass es auf allen Böden gut haftet.

Schaltung und Motor im Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test

Die 7 Gänge der verbauten Shimano Altus-Schaltung surren flüssig rauf und runter, während das mit 44 Zähnen ausgestattete Kettenblatt ideal für den Einsatz in der Stadt, Wald und Wiese dimensioniert ist.

Motorleistung

Angetrieben wird das MHFR 7100 von einem 250 Watt Heckmotor, der durch einen knapp 375 Wh fassenden Akku gespeist wird und 5 Unterstützungsstufen bietet.
Heckmotor des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Der Heckmotor lieferte in unserem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test zuverlässig Power. Allerdings muss er wegen der fetten Räder mehr arbeiten.

Der Heckmotor des chinesischen Herstellers Xiongda ist mit seinen 40 Nm ausreichend kräftig, um Wald, Wiese oder eben die Eisdiele anzusteuern, aber er ist kein vor Testosteron-protzendes Kraftwunder, um damit steile Berge zu erklimmen. Aber das will dieses E-Bike auch gar nicht sein. Es fühlt sich im hügeligen Gelände wohl und es macht auch richtig Laune damit kleine Anstiege hoch zu jagen – nur eben nicht die 18% Steigungen in den Alpen.
Seine wahren Stärken kann es hingegen in welligen Geländen oder auf unebenen Untergründen aufgrund der fetten Reifen ausspielen. Aber dazu später mehr.

Bewährter Fahrradcomputer

Der Fahrradcomputer in unserem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test wird in allen von uns getesteten Jeep-Modellen verbaut. Da das Display seinen Job gut macht, braucht das Bike auch keine Extrawurst.
Hügel erklimmen mit dem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100
Alle relevanten Informationen wie aktuelle Geschwindigkeit, Streckenlänge, Ladestand des Akkus etc. sind übersichtlich und gut lesbar dargestellt, die zusätzliche USB-Ladebuchse fürs Handy ist ein toller Bonus. Die 5 Unterstützungsstufen des Motors lassen sich über die gut erreichbaren gummierten Knöpfe unterhalb des Displays durchschalten.
Fahrradcomputer des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 bietet 5 Stufen

Der Fahrradcomputer des MHFR 7100 bietet eine gute Übersicht über alles Wichtige. Tempo, gefahrene Kilometer, Akkustand und in welcher der 5 Unterstützungsstufen sich der Fahrer gerade befindet.

Akku des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Die wunderbar gelungene Integration des Akkus ist eines der vielen optischen Highlights beim Jeep Bike. Das Unterrohr beherbergt die Zelle so unauffällig und nahtlos, dass es anderen Hersteller als Blaupause dienen sollte.
Mit den knapp 375 Wh erscheint der Akku zunächst zu klein, ist unserer Ansicht nach jedoch ausreichend dimensioniert. Auch bei vorwiegend hügeligem Gelände und Waldboden kamen wir damit auf etwa 50 Kilometer Reichweite – je nach gewähltem Unterstützungsgrad, versteht sich.
Der Akku zeigt per Knopfdruck wieviel Saft noch drin steckt

Drückt man auf die Ladestandsanzeige erhält man mittel drei Farben Auskunft darüber, wieviel Saft noch im Akku steckt. Daneben sieht man die Ladebuchse für den Akku.

Cleveres Energiemanagement im Akku

Das ist eine durchaus beachtliche Leistung, die Jeep da aus dem kleinen Akku herausholt. Das spricht für ein gutes Energiemanagement. Vermutlich ist dafür die Kombination aus Heckmotor und wohl dosierter Nm-Leistung verantwortlich. Heckmotoren sind konstruktionsbedingt etwas sparsamer, da sie die erzeugte Kraft direkt an der Achse umgesetzt werden kann, statt sie wie bei Mittelmotoren erst über die Kette transportieren zu müssen.
Der Akku selbst kann übrigens abgenommen oder direkt am E-Bike geladen werden. Das Herausnehmen und Einsetzen des Akkus klappt super einfach und schnell. Eine LED-Ladestandanzeige gibt per Knopfdruck über eine 3-fabrige LED eine Info, wie voll der Akku ist. Darüber hinaus lässt er sich mittels Schlüssel abschließen, um ihn gegen Diebstahl zu sichern.

Jeet Fatbike Fahrgefühl und Ergonomie

So, alle Fakten beiseite. Endlich, ENDLICH kommen wir zu dem, was wir die ganze Zeit schon machen wollten: Fahren! Und eins sei mal vorweggenommen – wir bekommen regelmäßig neue, interessante E-Bikes zum Testen in die Redaktion, doch selten war ein Bike so begehrt. Trotz aller journalistischer Neutralität darf man ja auch Spaß haben, oder?

Die ersten Meter Fatbike

Los geht es auf unserer Haus-Strecke durch gemischtes Terrain und mit einigen kurzen Anstiegen. Die fetten Reifen des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 sorgen für einen beinahe stoischen Geradeauslauf und vermitteln fast schon mehr das Gefühl, auf einem Chopper durch den mittleren Westen der USA zu cruisen, als auf einem E-Mountainbike zu fahren. Die staunenden Blicke der Passanten tragen ihr Übriges dazu bei.
Wälder und Wiesen gehören zum Jagdrevier des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Review – Wir haben das Fatbike ordentlich über alle Pisten gescheucht und hatten dabei auch selber ordentlich Spaß!

Wir merken dabei, dass die fetten Reifen einen größeren Rollwiderstand haben als übliche Reifen, sodass der Motor in der Grundlast auch etwas mehr arbeiten muss als das beispielsweise beim Jeep Trekking Bike der Fall war, das auf den gleichen Motor setzt. Der Motor selbst schiebt den Fahrer in den höheren Unterstützungsstufen deutlich spürbar an. Bei höherem Tempo ist das genau richtig, bei geringen Geschwindigkeiten ist das etwas nervig. Das lässt sich aber einfach regulieren indem man die Motor-Unterstützung wieder herabsetzt. Insgesamt würde dem Motor etwas mehr Feingefühl nicht schlecht stehen. Weiter im Text.
Die ersten Kurven waren etwas ungewohnt auf den fetten Reifen, aber das MHFR 7100 ist deutlich agiler als es zunächst aussieht. Nach einer kurzen Eingewöhnung macht das Bike zunehmend mehr Spaß.

Jagdrevier Wald, Wiese – Eisdiele

Wir wollen sehen, was das Bike kann und biegen in einen für norddeutsche Verhältnisse hügeligen Wald ab. Beim Wechsel auf den weicheren Untergrund (Sandwege und Waldboden) zeigen die Pneus, was sie können: Die breite Oberfläche liegt satt auf dem Untergrund auf und schluckt, zusätzlich zur akkurat funktionierenden Federung, einiges an Unebenheiten.
Kurvigen Streckenabschnitten haben wir mit gemischten Gefühlen entgegengesehen: kann ein so schweres und fettes E-Bike hier überzeugen? Um es kurz zu machen: Absolut! Wir haben uns über die Wendigkeit und Agilität des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 auf dem unebenen Terrain wirklich gewundert. Anfangs noch zögerlich, dann immer schneller sind wir zwischen Bäumen Slalom gefahren und hatten dabei stets volle Kontrolle. Mit zunehmendem Tempo wird die Agilität besser und die leichte Tendenz des Untersteuerns fällt weg.
Fahrspaß im Wald beim Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test

Das Jeep Fat Mountainbike macht richtig Spaß. Insbesondere im Wald und auf hügeligem Gelände kann es seine Stärken ausspielen.

Wir sind nun bereit noch einen Schritt weiter zu gehen. Wofür eigenen sich richtig fette Reifen am Besten? Ja genau: unebene und weiche oder rutschige Untergründe.
Durch die große Auflagefläche sollten sie deutlich besser auf Untergründen wie Schnee, Sand oder Matsch zurecht kommen, als es E-Bikes oder Fahrräder mit normalen Reifen können – zumindest der Theorie nach.
Daher nehmen wir das Jeep Mountain FAT E-Bike zu einem Ausflug an die Nordsee mit, um das Bike vor die ultimative Fat-Bike Herausforderung zu stellen.

Fat Tires in den Sanddünen

Am Anfang ist auf dem Asphalt der Promenade alles völlig entspannt. Wir ziehen erwartungsgemäß die Blicke auf uns, denn das schwarze Monster steht im deutlichen Kontrast zu den hellen Farben von Düne, Himmel und hellen Sand.
Als erstes haben wir die Stabilität in den Sanddünen getestet und schon hier ist zu erkennen, dass die dicken 4“ Reifen Vorteile bieten. Natürlich benötigt man auf dem einsinkenden Sand eine gute Balance, aber wir kommen ohne Mühe voran. Mit schmalen Reifen wäre das deutlich mühsamer bis unmöglich. Einzig der zum Schieben neigende Motor des Jeep Fat Mountainbike ist bei diesem niedrigen Tempo manchmal etwas nervig, zuminest dann, wenn man die Untersützungsstufe zu hoch eingestellt hat.
Dünen entlang mit dem Fatbike MHFR 7100
Bei geringem Tempo sollte man besser nur Stufe 1-3 wählen. Dann klappt das auch sehr gut. Gleichzeitig ist der Motor aber auch ein echter Segen, weil es sonst enorm anstrengend wäre, in diesem Treibsand bei geringem Tempo ohne ihn voran zu kommen.
4 Zoll fette Reifen am Strand

Jeep Fat E-Bike MHFR 7100 Test – Die 4 Zoll fetten Reifen hatten keine Mühe sich durch den Strand zu graben.

Das Fatbike im Wattenmeer

Wir nähern uns vorsichtig dem Endgegner – dem Wattenmeer. Die Nordsee scheint inzwischen ebenfalls Respekt vor dem schwarzen Jeep Ungetüm zu haben, denn sie hat sich gänzlich zurückgezogen und uns das Spielfeld überlassen. Sehr schön! Wir fahren den Strand weiter hinunter und toben uns zunächst auf dem nassen, festen Strand aus. Dieser Abschnitt ist leicht zu fahren und stellt für das Jeep MHFR 7100 keine Herausforderung dar. Aber es macht Spaß und wir haben Gelegenheit uns weiter vor zu tasten. Die Richtung ist klar: Der Horizont mit seinen Containerschiffen, die scheinbar direkt auf dem Meeresboden fahren.
Balancieren mit dem Jeep MHFR 7100

Es ist ein Balanceakt! Nein, eigentlich kaum. Aber Anouar nutzt die Zeit und zeigt mir ein paar nette Moves.

Nun ist es soweit, wir suchen erste Tuchfühlung mit dem Meeresboden. Es warteten Schlick, scharfkantige Muscheln, Priele, Wattwürmer, große Pfützen und ein epischer Sonnenuntergang auf das E-MTB und uns.
Nette Moves am Strand der Nordsee mit dem Jeep Fat Bike
Kurz ploppt in meinem Kopf noch einmal das Telefonat mit Jeep auf: „Das ist ein werksneues E-Bike. Bitte behandeln Sie es für Ihren Test vorsichtig und pfleglich. Sie können sich nicht vorstellen in welchem Zustand wir die Bikes manchmal wiederbekommen“. Oh doch, angesichts des sich mir bietenden Anblicks kann ich mir das sehr gut vorstellen. Aber egal, jetzt ist es zu spät. Der Ruf nach Freiheit und Abenteuer hat uns gepackt. Ich werde mir später eine gute Ausrede zurechtlegen müssen. Auf geht’s!

Purer Fahrspaß im Fatbike Test

Auf den ersten Metern sind wir noch etwas vorsichtig, aber die FAT Tires halten, was sie versprechen! Wir gleiten förmliche über das Wattenmeer. Die Federgabel gleicht dabei zuverlässig Unebenheiten aus. Allerdings hätten wir uns in dieser Situation doch etwas profiliertere Reifen gewünscht, da die Mischung aus Schlick, Wasser und Wattwurm-AA den Kontakt mit dem Meeresboden erschwert. Vermutlich hatten die Ingenieure bei Jeep auch nicht damit gerechnet, dass wir auf dem Boden des Meeres mit ihrem Bike fahren wollen. Aber das tun wir jetzt nun mal. Und wir fahren immer weiter Richtung Horizont. Der Heckmotor darf sich hierbei richtig austoben und vollen Schub geben, was ihm und uns sichtlich Spaß macht!
Cruisen im Jeep Fat Mountainbike Test auf dem Boden der Nordsee

Wir haben richtig Gas gegeben! Es war so genial, dass wir die Zeit bis zum letzten Lichtstrahl genutzt haben. Der Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test war extrem unterhaltsam!

Es ist kein Halten mehr und wir nehmen auch die größten Pfützen mit. Pfütze ist bei manchen Exemplaren eine Verniedlichung und wird den Dimensionen nicht wirklich gerecht. Aber auch hier fahren wir stabil durch alles, was sich uns in den Weg stellt. In diesem Moment fühlen wir uns so wie ein Jeep auf 4 Rädern, der allen Widrigkeiten trotzt.
Auch tieste Pfützen meistert das Jeep Fat Bike 7100 mühelos.
Im Gegensatz zu den starken Geländewagen merken wir aber spätestens jetzt, dass der Motor an seine Grenzen kommt. Wir konnten dennoch problemlos jede Situation mit dem Jeep Fat Mountainbike meistern und sind nicht einmal umgefallen oder weggerutscht, auch wenn wir aufgrund der nicht vorhandenen Schutzbleche so aussehen. Bei diesen Manövern hat das Bikes und insbesondere der Akku, Motor und die Elektronik eine Menge Salzwasser abbekommen. Wir waren gespannt, was passiert. Aber auch hier leistet sich das MHFR 7100 keinen Patzer, sondern zeigt erneut seine robuste Jeep-DNA. Es ist spät geworden. Die Sonne geht inzwischen auf Tuchfühlung mit dem Horizont und unser Ausflug neigt sich dem Ende entgegen.
Fatbike Jeep MHFR 7100 im Wattenmeer in der Nordsee

Einfach episch! Der Sonnenuntergang und das tolle Wetter haben uns einen unvergesslichen Tag beschwert. So könnten E-Bike Tests immer enden!

Durch dieses kleine Abenteuer konnten wir auch gleich einen Punkt auf unserer Bucketlist des Lebens abhaken: E-Biken auf dem Meeresboden? Check! Und das Ergebnis bestätigt die Theorie der fetten Reifen. Es hat einfach Spaß gemacht über den Meeresboden zu gleiten, ohne dabei ständig einzusacken oder wegzurutschen. Und es war ein unheimlich tolles Gefühl von Freiheit: Im Ohr nur das Surren des Motors, das Kreischen der Möwen und die Abendsonne im Gesicht. Ein wirklich tolles Erlebnis!
Ihr lest es schon: Wir hatten mit dem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 unglaublich viel Spaß. Einzig erforderlich ist die notwendige Portion Selbstbewusstsein, denn dieses E-Bike zieht die Blicke auf sich! Man ist quasi verpflichtet darauf cool auszusehen!

Eine E-Bike Reinigung ist Pflicht

Jeep Fat E-Bike MHFR 7100 Test – mit einem Ende voller Matsch aus dem Wattenmeer
Jeep Fat E-Bike MHFR 7100 Test – so dreckig sieht ein Bike aus, wenn man damit richtig gearbeitet hat
Apropos Aussehen, eigentlich möchte ich gar nicht zeigen, wie wir selbst oder das Bike hinterher aussahen. Mir fallen erneut die Worte aus dem Jeep-Telefonat ein. Ich muss mir etwas einfallen lassen. Vielleicht lege ich dem Bike beim Rücktransport eine XXL-Packung Merci-Schokolade dazu. Aber es war alles im Sinne der Wissenschaft. Denn wir haben geprüft wie sich fette Reifen auf dem Meeresboden verhalten und auch, wie wasserfest der Akku und die Elektronik des E-Bikes sind! Und hey, am Ende ist das doch ein Mountainbike, nicht wahr Jeep?! Ich bekomm das schon wieder hin. Nicht ohne grund haben wir bereits einen beliebten Artikel, wie man sein E-Bikes richtig putzt. Diesmal muss ich aber alle Erfahrung zusammennehmen.
Jeep Fat E-Bike MHFR 7100 nach einem Besuch im Wattenmeer

Eine Dusche ist sowas von Überfällig. Sowohl für uns, als auch für das Bike.

Sicherheit beim Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100

Zurück vom Abenteuer widmen wir uns wieder den ernsteren Themen eines E-Bike Tests. Das Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 macht Spaß – das ist jetzt klar. Aber ist es auch sicher genug, um im Stadtverkehr zu überzeugen?

Jeep Fatbike mit Tektro Bremsen

Zunächst die positiven Seiten: Die verbauten 160mm Tektro Bremsen vorne und hinten sind Markenqualität und leisten einen sehr guten Job. Sie verzögern nach kurzer Einbremszeit zuverlässig und kräftig, ohne zu brachial zu sein. Außerdem spendiert Jeep dem Fat E-Bike eine helltönende Klingel, die klar und deutlich wahrgenommen werden kann.
Tektro Scheibenbremsen verzögern beim Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test

Stoppt sofort! Die 160mm Scheibenbremsen von Tektro bringen das Jeep Fat Mountainbike innerhalb weniger Meter zuverlässig zum Stehen!

Leider, leider endet hier die Sicherheitsausstattung des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 schon. Bis auf einige Reflektoren verfügt das Bike über keine Leuchtelemente – Licht? Fehlanzeige!
Hier ruht sich Jeep zu sehr auf dem Stempel „Mountainbike“ aus. Wäre es ein reinrassiges E-MTB dann wäre das klar, doch es ist auch für die Stadt konzipiert und hier wäre es schön, wenn Jeep zumindest ein Set Anstecklichter mitliefern würde. Zum Glück kosten Anstecklichter nicht viel, sodass man sich das selbst schnell nachrüsten kannst. Falls du hier ein paar Tipps möchtest, schau mal in unseren Fahrradlicht-Test.

Unser Fazit im Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 Test

Wie ist jetzt unser Fazit nach all den Eindrücken, die wir sammeln konnten? Das Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 vereint tolle Optik, sowie robuste Technik in einem stimmigen Gesamtpaket und verdient daher unseren ebikeers.de KaufTipp Award!
Spaß mit dem Jeep Fat Mountainbike

Good Boy – Spaß hatten wir allerhand mit dem Jeep Fat Mountain E-Bike 🙂

Natürlich ist es kein Trekking E-Bike. Aber selten hat uns ein E-Bike bisher derart großen Fahrspaß beschert – vom Wald bis an die Küste liefert das FAT Bike ein großartiges Fahrerlebnis. Ebenso sicher, wie der Spaß, sind einem die vielen Blicke. Die eigenständige und coole Optik des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 ist unbestreitbar eines der größten Argumente für das Bike.
Die verbaute Technik ist robust und für den angepeilten Anwendungszweck Wald, Wiese, Eisdiele perfekt aufeinander abgestimmt. Bremsen, Akku, Rahmen und die fetten reifen machen einen gelungenen Job. Während Fahrten durch den Wald und in leicht hügeligen Geländen geschmeidig von der Hand gehen, sind alpine Trails oder knackige Steigungen nicht das Jagdgebiet des Jeep Mountain FAT E-Bikes. Für alle anderen Gelegenheiten hat der Motor ausreichend Kraft, die er aufgrund der dicken Reifen allerdings auch braucht. Noch etwas mehr Leistung stünde dem Bike sicherlich nicht schlecht, aber das hätte seinen Preis.
Denn vergleicht man das Gesamtpaket mit anderen E-MTB Fat Bikes wird klar, dass Jeep sogar einen recht günstigen Preis aufruft. Bei der Konkurrenz von Haibike, Steiner, E-LOM und Co zahlt man gerne mal das 2 bis 4-fache des Preises. Klar, dann bekommt man auch noch mehr Leistung, aber das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden.
ebikeers KaufTipp Award für das Jeep Fat E-Bike MHFR 7100
Unterm Strich sind wir angetan vom Jeep Mountain FAT E-Bike und vermissen jetzt schon die Fahrten auf den fetten Reifen… bis bald, Jeep!
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Erfahrungsberichte

Astrid 2021-06-21 um 11:02 am

Hi Marcel & Anouar, es freut uns, dass ihr so viel Spaß hattet mit unserem Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100!!!
Dafür, dass bei eurem Test so tolle Bilder entstanden sind, legen wir doch gerne selbst das Putzzeug bereit 😉

Antworten

ebikemarcel 2021-06-24 um 8:32 am

Na das ist doch mal ein Wort! Darauf kommen wir gerne zurück! 🙂

Antworten

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