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Der ultimative Einsteigerguide zum Thema E-Bike

E-Bikes liegen voll im Trend. Kein Wunder, denn die praktischen Elektrofahrräder bieten eine ganze Reihe von Vorteilen und machen vor allem richtig viel Spaß! Wer einmal auf einem E-Bike gesessen hat, will nichts anderes mehr fahren!

Gleichzeitig gibt es insbesondere bei Einsteigern zu diesem Thema noch viel Unsicherheit. Das fängt schon beim Namen an: Worin besteht der Unterschied zwischen E-Bike, Pedelec oder Elektrofahrrad? Gibt es überhaupt einen?

Wir gehen in diesem ultimativen E-Bike Einsteigerguide auf alle wichtigen Aspekte rund um das Thema E-Bike ein. Am Ende dieses Artikels wirst du wissen, worauf beim Kauf zu achten ist, welches E-Bike am besten zu dir passt und sowohl die Vor- als auch Nachteile dieser modernen Zweiräder kennen.

Was ist der Unterschied zwischen einem E Bike und Pedelec?

Wer denkt, E-Bike oder Pedelec seien nur Synonyme, der irrt. Rund 97% aller am Markt erhältlichen E-Bikes sind in Wirklichkeit Pedelecs. Aber worin genau liegt der Unterschied? Der ultimative E-Bike Einsteigerguide gibt Aufschluss.

  • Pedelecs (Pedal Electric Cycle) unterstützen mit ihrem Motor, wenn du in die Pedale trittst. Alle Pedelecs, die bis 25 km/h unterstützen und von einem Motor mit max. 250 Watt angetrieben werden, gelten rechtlich als Fahrrad und sind damit nicht zulassungspflichtig. Für diese Fahrräder ist also keine rechtliche Zulassung, ein Helm oder gar ein Führerschein gesetzlich vorgeschrieben.
  • Auch bei Speed Pedelecs (S-Pedelecs), deren Motor bis 45 km/h und max. 500 Watt (4 kW) unterstützt, setzt du mit deinem Tritt in die Pedale den Impuls. S-Pedelecs gelten im Straßenverkehr als Kleinkraftrad und müssen für ca. 35 bis 70 Euro pro Jahr versichert werden sowie ein Nummernschild führen. Voraussetzung zum Fahren dieser Räder ist ein Führerschein der Klasse AM oder B. Neben einem Mindestalter von 16 Jahren gilt für diese speziellen Fahrräder auch eine Helmpflicht. Wichtig zu wissen: Die Straßennutzung ist verpflichtend. Fahrradwege dürfen nicht mehr befahren werden.
  • E-Bikes hingegen fahren auf Knopfdruck völlig automatisch, also auch ohne Impuls des Fahrers. Dieser Fahrradtyp ist bereits ab 6 km/h zulassungspflichtig – mit allen Rechten und Pflichten, die bereits bei den Speed Pedelecs beschrieben wurden mit Ausnahme der Helmpflicht. Die zugelassene max. Geschwindigkeit liegt bei 20 km/h und 500 Watt Motorleistung. Aufgrund der Einschränkungen und vielleicht auch wegen des mangelnden Fahrspaßes ist der Markt für “echte” E-Bikes daher relativ begrenzt.

Im Alltag haben diese teils feinen Unterschiede keine so große Bewandtnis mehr, weil sich inzwischen auch international zunehmend mehr der Begriff “E-Bike” für alle Arten von elektrischer Unterstützung von Fahrrädern durchsetzt. Der Einfachheit halber werden auch wir hier von E-Bikes sprechen, auch wenn tatsächlich meistens von Pedelecs die Rede ist.

Was sind die Vorteile von E-Bikes?

Wie jedes andere Verkehrsmittel auch hat ein E-Bike verschiedene Vorzüge und Nachteile, mit denen es sich vor einer Anschaffung auseinander zu setzen gilt. Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Komfort
  • Hohe Bewegungsmotivation
  • Angenehme Geschwindigkeit
  • Gute Ökobilanz
  • Kaum Geräusche

Vorteile von E-Bikes

Das Fahren mit dem E-Bike ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad mit deutlich weniger körperlicher Anstrengung verbunden. Wie eingangs erwähnt, musst du als Fahrer immer noch in die Pedale treten, damit das Rad losfährt. Allerdings wird deine reine Muskelkraft durch den Fahrradmotor in mehreren Stufen unterstützt, der letztendlich die Hauptarbeit übernimmt. Du trittst also in die Pedale, um den Impuls zu setzen, damit der Motor weiterarbeitet. Du kannst dann während der Fahrt selbst einstellen, wie viel Arbeit der Motor übernehmen soll. Oder du stellst die Unterstützung sogar ganz ab und fährst wie mit einem normalen Fahrrad. Es liegt in deinen Händen Beinen. 😉

Exkurs: Unterstützungsstufen bei E-Bike Motoren

Jeder Motor eines E-Bikes bietet unterschiedlich viel Unterstützung pro Stufe. Die Stufen lassen sich während der Fahrt auswählen. Beispielhaft ist hier die Unterstützung für die einzelnen Stufen des Bosch-Motors Active Line aufgeführt.

Bosch Active Line:

    • TURBO: 270 %
    • SPORT: 180 %
    • TOUR: 100 %
    • ECO: 40 %

E-Bikes bieten komfortable Fortbewegung

Der hohe Komfort regt dazu an, öfter eine Radtour zu unternehmen – selbst wenn die Wetterbedingungen nicht ideal sind. Da du als Radfahrer mit einem E-Bike nicht so intensiv negativen Einflüssen wie Gegenwind oder Steigungen ausgesetzt bist, kannst du dich vielleicht besser dazu motivieren, eine für dich neue Strecke zu erkunden, selbst wenn es etwas windiger ist oder du öfter mal einen Anstieg im Gelände überwinden musst. Gleichzeitig sind viele E-Bike Einsteiger auch eher dazu bereit, längere Touren als sonst für sie üblich mit dem Pedelec zurückzulegen. Da sie nicht bereits nach wenigen Kilometern völlig außer Atem sind oder das Brennen ihrer Muskeln spüren, sind sie eher motiviert, so lange zu fahren wie es ihnen der Fahrradakku erlaubt.

Die Ökobilanz eines E-Bike kann sich sehen lassen

In seiner Ökobilanz liegt das Elektrofahrrad ganz deutlich vor einem Auto, dem Bus oder der Bahn. Es entstehen keine Abgase und es bleiben keine Rückstände auf den Straßen zurück. An einer Ampel schalten manche E-Bikes ihren Motor sogar aus, um Strom zu sparen. Weiterhin kannst du als Fahrer selbst entscheiden, ob du auf deiner Strecke weniger Motor-Unterstützung haben möchtest oder mehr.

Außerdem gut zu wissen: Die meisten E-Bikes sind geräuscharm. Du kannst also problemlos Gespräche mit deinen Mitstreitern führen und fällst auch in größeren Fahrradgruppen nicht unangenehm auf.

Nachteile von E-Bikes

Allerdings hat ein E-Bike auch Nachteile, die du im Hinterkopf behalten solltest. Dazu gehören:

  • Wetterempfindlichkeit
  • Leicht erhöhtes Unfallrisiko
  • Akku-Abhängigkeit
  • Relativ hohe Anschaffungskosten

E-Bikes setzen auf Elektronik, um ihre Fahrer bequem von A nach B zu bringen. Inzwischen sind moderne E-Bikes so konzipiert, dass den empfindlichen Komponenten wie dem Motor oder dem Akku auch bei Regen oder Schnee nichts mehr passieren kann. Wenn das Rad längere Zeit bei Regen und Kälte draußen steht, sieht die Situation anders aus. Auf Dauer kann Wasser an die elektrischen Teile gelangen und zu einem Kurzschluss führen. Darum solltest du als E-Bike Fahrer darauf achten, dein Rad an einem trockenen, warmen Platz zu lagern oder zumindest unter einen geeigneten Unterstand zu stellen. Einfache Regenfahrten oder Pfützen machen modernen E-Bikes hingegen nichts aus.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schließt eine spezielle E-Bike Versicherung ab. Diese enthalten oft Schutzleistungen und die Übernahme von Reparaturen für defekte Teile. Eine solche Police bekommst du heute schon für kleines Geld. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, wirf doch einen Blick in unseren Ratgeber zu E-Bike Versicherungen. Und natürlich solltest du ein hochwertiges E-Bike nicht ungeschützt stehen lassen. Du brauchst ein sicheres Schloss. Auch darum haben wir uns gekümmert. Wirf gerne einen Blick in unseren Fahrradschloss Test.

Durch Topgeschwindigkeiten zwischen 25 km/h und 45 km/h ist das Risiko eines Unfalls mit den Elektrofahrrädern potentiell höher als bei einem normalen Fahrrad. Wenn ein Fahrer bei hoher Geschwindigkeit einem plötzlich auftauchenden Hindernis ausweichen muss, ist eine blitzschnelle Reaktion gefragt. Noch besser sind eine umsichtige Fahrweise, ein gutes Gespür für das Verkehrsgeschehen und ein stets wachsamer Blick. Um dich selbst zu schützen, legen wir dir das Tragen eines Fahrradhelms dringend ans Herz!

Unfälle und Schäden von E-Bikes

Sollte bei einem Unfall oder auch bei alltäglicher Benutzung das Fahrrad beschädigt werden, kann man als Nichtfachmann den Schaden oft selbst beheben, sofern einfache Bauteile betroffen sind. Falls hingegen komplexe Teile wie die des Motors, der Elektronik etc. beschädigt sind, ist ein Experte gefragt. Hier kann es aufgrund der hochwertigen Technik und teils aufwändigen Reparatur schnell teuer werden. Daher geben wir nochmals die Empfehlung zum Abschluss einer E-Bike Versicherung, denn in vielen Fällen werden die Kosten für Teildefekte und Reparaturen übernommen. Erfahrungsgemäß gleicht sich der Preis für eine solche Versicherung schon nach einer Reparatur wieder aus.

Die Ausdauer des Akkus ist entscheidend

Die Abhängigkeit vom Akku beim E-Bike ist vergleichbar mit der Abhängigkeit vom Kraftstoff beim Auto. Allerdings haben E-Biker den großen Vorteil, dass ihr Vehikel natürlich auch ohne “Sprit” noch weiterfahren kann. Dennoch gilt der Grundsatz: Ein leistungsstarker Akku lässt dich als Fahrer mehr Kilometer zurücklegen, muss dafür aber auch etwas länger geladen werden. Ein kleiner Akku ist schneller geladen und entsprechend für kürzere Strecken vorgesehen. Falls du dich fragst, welche Akku-Größe zu deinen Bedürfnissen passt, wirf gerne einen Blick auf unsere Ratgeberseite zum Thema E-Bike Akkus. Dort werden alle wichtigen Fragen beantwortet.

Welcher Fahrradtyp passt zu mir?

Die viel entscheidendere Frage lautet jedoch: “Wofür möchte ich das E-Bike hauptsächlich nutzen?”. Inzwischen sind diverse Typen von E-Bikes auf dem Markt verfügbar, die sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck richten. Im Folgenden helfen wir dir, einen ersten Überblick zu gewinnen. Je nach Anwendungsfall haben diese E-Bike Typen unterschiedliche Stärken und Schwächen.

City E-Bike

Ein City E-Bike ist der Klassiker unter den Fahrradtypen, bestens geeignet für die Straßen und Radwege einer Stadt. Optisch zeichnet es sich durch ein ansprechendes Design aus und bringt dich als Fahrer mit bis zu 25km/h überall wohin du möchtest. Einen genaueren Blick mit all seinen Vor- und Nachteilen kannst du hier auf das City E-Bike werfen.

S-Pedelec

Ein S-Pedelec oder auch Speed-Pedelec ist auf Geschwindigkeit ausgelegt. Das Rad schafft im Durchschnitt 30 km/h bis 35 km/h, ohne dass du dich besonders anstrengen musst. Die Topgeschwindigkeit dieses Fahrradtyps liegt bei 45 km/h. Ein Volltreffer, wenn du z.B. Pendler bist und jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren möchtest. Näher beleuchten wir das S-Pedelec in diesem Beitrag.

E-MTB

Schlägt dein Herz für echte Offroad-Abenteuer fernab der üblichen befestigten Wege, gönn dir ein E-Mountainbike, kurz E-MTB! Die breiten Reifen bieten mehr Grip auf unebenen Pisten und mit dem kraftvollen Antrieb lassen sich Uphill-Strecken bewältigen, auch ohne dass du dich völlig verausgaben musst. Alles Wissenswerte haben wir hier noch einmal für dich zusammengefasst.

Trekking E-Bike

Ein Trekking E-Bike ist für das Fahren längerer Distanzen ausgelegt. Lange Fahrradtouren sind mit diesem Fahrradtyp kein Problem. Eine entsprechend große Akku-Leistung sorgt dafür, dass du größere Strecken zurücklegen kannst. Darüber hinaus ermöglicht das Rad auch das Anbringen von Fahrradtaschen, damit du unterwegs immer das Wichtigste parat hast. Trekking E-Bikes kann man als einen Kompromiss zwischen City E-Bikes und E-MTBs verstehen.

Kompakt E-Bike

Charakteristisch für das Kompakt E-Bike ist sein kleiner Rahmen. Im Vergleich zu einem normalen City E-Bike ist ein Kompakt E-Bike höchstens halb so groß. Außerdem können die meisten Modelle noch zusätzlich zusammengeklappt werden, um sie platzsparend im Auto oder in der Bahn zu transportieren. Sie eignen sich zum Beispiel für den Urlaub, um auch unterwegs mal aufs E-Bike steigen zu können.

XXL E-Bike

Ein XXL E-Bike zeichnet sich durch einen verstärkten Rahmen, breiten Sattel und breite Griffe aus. Das erlaubt es auch Fahrern mit einem erhöhtem Körpergewicht bedenkenlos auf dem E-Bike zu fahren. Während ein durchschnittliches City E-Bike für ein Gesamtgewicht zwischen 120kg und 140kg zugelassen ist, können auf einem XXL E-Bike problemlos 180kg transportiert werden, ohne dass der Rahmen, die Bremsen oder der Motor in Mitleidenschaft gezogen wird. Solche XXL E-Bikes gleichermaßen für normalgewichtige Fahrer geeignet, die lediglich schwere Fahrradtaschen oder ein Kind im Kindersitz transportieren möchten.

Lasten E-Bike

Ein Lasten E-Bike hat zusätzlich zum Gepäckträger noch eine breite und stabile Ladefläche. Auf dieser Ladefläche kannst du z.B. Getränkekisten, ein Kind im Kindersitz oder auch dein Haustier in einer Transportbox befördern. Dieses E-Bike eignet sich sowohl für die Fahrt zum Einkaufen als auch als Transportmittel für verschiedene Dinge, die auf keinem herkömmlichen Gepäckträger Platz finden würden.

Selbst-Test: Welcher Fahrradtyp ist der Richtige?

Falls du dir noch unsicher bist, welcher Fahrradtyp für dich der Passende sein könnte, bietet dir unser Selbst-Test Orientierung. Anhand von 8 Fragen findest du schnell heraus, welcher Fahrradtyp der Richtige für dich ist.


Wichtige Komponenten

Jedes E-Bike besteht aus einigen zentralen Komponenten, die das E-Bike erst zu dem machen, was es ist. Erfahre in diesem ultimativen E-Bike Einsteigerguide mehr über die elektrifizierten Teile wie den Motor oder Akku. Aber du bekommst auch Wissen über Bremsen und weitere Teile, die den besonderen Anforderungen von Elektrofahrrädern aufgrund des höheren Tempos genügen müssen.

Der Motor

Beim Motor gibt es generell zwei Unterscheidungsmerkmale, nämlich seine Leistung und seine Position am Fahrrad. Die Leistung liegt bei den meisten Fahrradtypen bei 250 Watt und 25 km/h. Das hat den einfachen Hintergrund, dass bei einer höheren Leistung ein Versicherungskennzeichen für das E-Bike beantragt werden müsste. Es würde unter die gleichen Bestimmungen fallen wie ein Mofa oder ein Motorroller. Allerdings finden sich leistungsstärkere Motoren nur bei S-Pedelecs. Wer einen anderen E-Bike-Typ kaufen möchte, braucht sich also nicht um die Leistung Gedanken zu machen.

Die Motorposition bei E-Bikes beeinflusst die Fahreigenschaften

Die Position des Motors am E-Bike bestimmt dagegen seine Antriebsart. Sehr häufig setzen Hersteller auf einen Mittelmotor, der direkt mit der Kurbel des Tretlagers verbunden ist. Er hat den Vorteil, dass der Mittelmotor den Schwerpunkt des Fahrrads in die Mitte verlegt und in direkter Abstimmung mit der Pedalbedienung arbeitet. Dadurch kommt der Mittelmotor dem Gefühl eines normalen Fahrrades am Nächsten.

Darüber hinaus gibt es noch den Vorderrad-Motor und den Heck-Motor. Beide verändern den Schwerpunkt des elektrischen Velos und beeinflussen somit das Fahrgefühl. Entweder hat man das Gefühl, dass man gezogen oder geschoben wird. Dennoch haben auch diese Motorpositionen ihre Berechtigung.

Wenn du mehr zu den einzelnen Motorpositionen erfahren möchtest, wirf einen Blick in unseren Ratgeber für E-Bike Motoren.

Das Display

Das Display ist der kleine Computer, der einen Fahrer über den aktuellen Zustand des E-Bikes informiert. Es zeigt unter anderem an, wie schnell der E-Biker gerade fährt, in welchen Gang geschaltet hat und wie viel Akku-Leistung noch vorhanden ist. Moderne Displays bieten Zusatzfunktionen wie eine Karte für die Navigation oder einen Messer der Trittfrequenz an. Beim Display ist vor allem wichtig, dass alle Anzeigen gut erkennbar sind, damit man sie während der Fahrt auch mit knappem Blick lesen kann, statt lange entziffern zu müssen, was gerade angezeigt wird. Zudem sollte es auch über einen Nachtmodus verfügen, der das Display mit einer Hintergrundbeleuchtung unterstützt.

Der Akku

Beim Akku sind zwei Punkte für den Fahrer interessant. Zum einen ist das seine Fassungsvermögen und zum anderen die Ladedauer. Das Fassungsvermögen oder Kapazität wird oft in Wattstunden (Wh) angegeben und zeigt an, wie viel Strom der Akku aufladen kann. Je mehr Strom ein Akku fassen kann, desto länger kann ein E-Bike fahren, ohne dass es neu aufgeladen werden muss. Gerade bei Trekking E-Bikes findet man Akkus mit sehr großem Fassungsvermögen, damit sie auch den langen Strecken gewachsen sind, die die Fahrer unternehmen möchten.

Die Ladedauer gibt dagegen an, wie lange es dauert, bis der Fahrrad-Akku komplett aufgeladen ist. Gerade für Käufer von City E-Bikes oder Kompakt E-Bikes ist das wichtig, damit sie ihre Fahrten gut planen können. Immerhin möchten sie beispielsweise nach dem Besuch im Schwimmbad nicht erst lange warten, bis der Akku für den Heimweg wieder voll ist.

Unser ausführlicher Ratgeber zum Thema E-Bike Akkus erklärt dir alles Wichtige hinsichtlich der Anschaffung, Umgang und Pflege von Akkus.

Das Schaltsystem

Es gibt zwei unterschiedliche Schaltsysteme, die bei einem E-Bike zum Einsatz kommen können. Auf der einen Seite ist das die Narbenschaltung. Der Gang wird hierbei am Narben des Hinterrads eingestellt. Gerade für Kurzstrecken sind Narbenschaltungen vorteilhaft, weil sie vergleichsweise pflegeleicht sind. Oftmals reicht es aus, wenn das Getriebeöl alle zwei Jahre ausgetauscht wird, damit ein Narbenschaltsystem ohne Probleme arbeiten kann. Meistens reichen bereits fünf, sieben oder acht Gänge bei einer Narbenschaltung völlig aus.

Auf der anderen Seite gibt es die Kettenschaltsysteme. Sie kommen häufiger bei Trekking E-Bikes und E-MTBs zum Einsatz. Die Kette lässt sich auf verschiedene Zahnräder wechseln, um den Widerstand beim Treten zu erhöhen oder zu verringern. Gerade in bergigen Regionen ist das von Vorteil, um seine Geschwindigkeit konstant zu halten, auch wenn die Biker bergauf fahren möchten. Üblicherweise werden Kettenschaltungen mit elf, zwölf oder 14 Gängen eingesetzt, damit die Fahrer eine gute Auswahl an unterschiedlichen Einstellungen haben.

Welche Bremsen sind empfehlenswert für mein E-Bike?

Der ultimative E-Bike Einsteigerguide verrät es dir. Viele Hersteller setzen mittlerweile auf hydraulische Scheibenbremsen. Gerade bei E-MTBs, S-Pedelecs und Trekking E-Bikes kommen die Bremsscheiben zum Einsatz. Sie können auch bei hohen Geschwindigkeiten einen höheren Bremsweg garantieren. Außerdem funktionieren sie unter allen Witterungsbedingungen nahezu gleich. Allerdings muss ein Radfahrer auch etwas mehr Kraft aufwenden, um die volle Bremsleistung zu erzielen. Daher ist das Bremsen mit Scheibenbremsen für Frauen manchmal etwas unangenehmer, weil die Muskulatur nicht so stark ausgeprägt sein kann. Ein anderes Problem ist das sogenannte Fading. Die Bremsscheiben werden durch die Reibung heiß und verlieren an Bremskraft. Darum sind hydraulische Scheibenbremsen eher für kurze Bremsmanöver gedacht als für ein langes, anhaltendes Bremsen.

Ein anderes Bremssystem sind hydraulische Felgenbremsen. Sie werden häufig in City E-Bikes und Kompakt E-Bikes verbaut. Manchmal sind sie auch in Trekking E-Bikes verbaut. Felgenbremsen verlangsamen die Fahrgeschwindigkeit, indem zwei Bremsklötze sich bei Betätigung an das Rad drücken. Bei hydraulischen Felgenbremsen geschieht das durch den Einsatz von Hydrauliköl. Die Kraft zum Bremsen lässt sich gut variieren. Ein E-Biker kann zum Beispiel bei einer Bergabfahrt die Geschwindigkeit mit wenig Druck reduzieren, aber auch eine Vollbremsung hinlegen, falls Gefahr droht. Es entsteht kein Fading durch Überhitzung. Allerdings können Felgenbremsen durch Schnee oder Matsch an Bremskraft verlieren. Ein Fahrer muss also bei schlechtem Wetter mit einem längeren Bremsweg rechnen als bei gutem Wetter auf gerader Strecke.

Etwas exotisch sind mechanische Felgenbremsen, die ohne Hydrauliköl auf das Rad einwirken. Weil sich die Bremsklötze durch die hohen Geschwindigkeiten eines E-Bikes beim Bremsen schneller abnutzen, kommen diese Bremsen aber nur vereinzelt in City E-Bikes oder Kompakt E-Bikes zum Einsatz. Weil mechanische Felgenbremsen günstiger in der Produktion sind, finden sie sich häufiger an Discounter E-Bikes. Hier gilt es genau hinzusehen.

Wie weit kann ich mit einem E-Bike fahren?

Oft werden wir danach gefragt wie weit man mit einem Elektrofahrrad fahren kann. Diese Frage ist allerdings gar nicht so einfach zu beantworten. Viele Faktoren beeinflussen, wie weit man mit einer Akku-Ladung tatsächlich kommt. Dazu gehören unter anderem:

  • Das Fassungsvermögen des Akkus
  • Die gewählte Untersützungsstufe deines E-Bikes
  • Das Gewicht des E-Bikes
  • Das Gewicht des Fahrers
  • Die Trittfrequenz
  • Witterungsbedingungen
  • und noch einige andere Faktoren

Wenn zwei Fahrer mit dem komplett gleichen E-Bike fahren würden, könnte der eine vielleicht locker 60 km zurücklegen, bevor der Akku seines E-Bikes leer ist. Der zweite Fahrer würde aber nur knapp 40 km schaffen, weil er etwas schwerer oder größer ist, weil es bei seiner Tour deutlich wärmer war oder weil er eine höhere Trittfrequenz als der erste Fahrer hatte.

Während kein Verkäufer genaue Angaben machen wird, wie weit ein Kunde oder eine Kundin mit dem einen oder dem anderen E-Bike kommen würde, gibt es zumindest generelle Richtwerte. Ein durchschnittliches City E-Bike kann bis zu 40 km schaffen, ohne dass der Akku zwischengeladen werden muss. Hochwertige Trekking E-Bikes schaffen dagegen auch 80 km bis 100 km unter Idealbedingungen.

Wie du siehst ist das Berechnen der maximalen Strecke ist eine Wissenschaft für sich. Deshalb hat der Motorhersteller Bosch einen Reichweitenrechner entwickelt, der diese Fragen beantworten soll. Probiere den Reichweitenrechner aus erfahre Tipps im Umgang mit E-Bike Akkus hier auf unserer Seite.

Wer die meiste Strecke aus seinem E-Bike Akku herausholen möchte, der kann versuchen das Gewicht auf dem E-Bike zu verringern und zum Beispiel Fahrradtaschen abzunehmen. Außerdem hilft eine ruhige und gleichmäßige Trittfrequenz dabei den Motor und den Akku zu entlasten. Bei sehr heißem Wetter wird der Akku sich etwas schneller entladen. Auf solche kleinen Dinge können angehende E-Bike-Fahrer achten, um die Leistung des Motors und des Akkus während der Fahrt deutlich zu verbessern.

Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?

Gerade als Einsteiger ist man unsicher, wieviel man für ein E-Bike ausgeben muss oder sollte. Dass gute E-Bikes nicht wenig Geld kosten ist indes kein Geheimnis mehr. Selbst gute E-Bikes für Einsteiger kosten um die 1.500 Euro. Darf es eine bessere Qualität sein, gehen die Preis schnell über 2.000 bis 3.000 Euro. Aber nicht jeder hat ein prall gefülltes Konto oder kann sich sofort ein E-Bike leisten. Wer dennoch nicht auf den Spaß verzichten möchte macht sich Gedanken über verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung eines E-Bikes. Wenn dich dieses Thema interessiert, wirf einen Blick in unseren Ratgeber zum Thema Finanzierung von E-Bikes.


Häufige Fragen zu E-Bikes

In diesem Abschnitt findest du häufige Fragen und Antworten zum Thema E-Bikes die in keinem ultimativen E-Bike Einsteigerguide fehlen dürfen.

Worauf muss ich beim Kauf eines E-Bikes achten?

Damit E-Bike Einsteiger nicht beim Kauf eines E-Bikes die Katze im Sack kaufen, lohnt sich eine gute Recherche. Denn selbst Händler wissen oftmals nicht um die Feinheiten der einzelnen E-Bikes die sie vor Ort stehen haben. Damit du nicht diese mühsame Arbeit auf dich nehmen musst und dennoch nicht die Katze im Sack kaufst, machen wir das. Du findest auf unserer Seite Tests und Empfehlungen. Natürlich zurechtgeschnitten auf deine Bedürfnisse.

Eigens zu diesem Thema haben wir einen Artikel geschrieben, wo wir dir genau schildern, worauf du beim Kauf eines E-Bikes achten solltest. Dort geben wir dir noch einige Tipps mit auf den Weg.

Ist es sinnvoll ein E-Bike online zu kaufen?

Für den Kauf beim Fahrradladen um die Ecke, sowie beim Online-Händler gibt es jeweils gute Argumente. Der größte Vorteil beim Händler um die Ecke ist, dass du das Rad anfassen und probefahren kannst. Keine Frage, dass ist ein wichtiger Punkt. Allerdings findest du bei einem Händler immer nur eine sehr eingeschränkte Auswahl vor. Hier haben Online-Händler wie XXL-Fahrrad den Vorteil, dass sie eine extrem breite Palette von E-Bikes und Pedelecs anbieten können. Zudem liegen die Preise von Online-Händlern häufig 10 bis 20 % unter den Preisen von örtlichen Fahrradläden. Damit du kein Risiko eingehst, wird dir das Rad nach Hause geliefert, du kannst Probefahren und bei Nichtgefallen innerhalb einer gewissen Frist das E-Bike zurückgeben. Dadurch kauft du auch hier keine Katze im Sack.

Kann man mit einem E-Bike auf dem Fahrradweg fahren?

Die meisten E-Bikes sind in Wirklichkeit sogenannte Pedelecs, die max. 25 km/h fahren dürfen und damit nicht angemeldet und versichert werden müssen. Dadurch gelten sie rechtlich wie normale Fahrräder und dürfen auch auf Radwegen gefahren werden.

S-Pedelecs sind E-Bikes, die bis zu 45 km/h schnell fahren können und rechtlich in einer Liga wie Mofas und Co. fahren. Dadurch muss man ihnen auf der Straße fahren und darf keinen Radweg benutzen. Tut man es dennoch, ist man im Falle eines Unfalls nicht versichert.

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