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Der ultimative Einsteigerguide zum Thema E-Bike

E-Bikes liegen voll im Trend. Kein Wunder, denn die praktischen ElektrofahrrĂ€der bieten eine ganze Reihe von Vorteilen und machen vor allem richtig viel Spaß! Wer einmal auf einem E-Bike gesessen hat, will nichts anderes mehr fahren!

Gleichzeitig gibt es insbesondere bei Einsteigern zu diesem Thema noch viel Unsicherheit. Das fĂ€ngt schon beim Namen an: Worin besteht der Unterschied zwischen E-Bike, Pedelec oder Elektrofahrrad? Gibt es ĂŒberhaupt einen?

Wir gehen in diesem ultimativen E-Bike Einsteigerguide auf alle wichtigen Aspekte rund um das Thema E-Bike ein. Am Ende dieses Artikels wirst du wissen, worauf beim Kauf zu achten ist, welches E-Bike am besten zu dir passt und sowohl die Vor- als auch Nachteile dieser modernen ZweirÀder kennen.

Was ist der Unterschied zwischen einem E Bike und Pedelec?

Wer denkt, E-Bike oder Pedelec seien nur Synonyme, der irrt. Rund 97% aller am Markt erhÀltlichen E-Bikes sind in Wirklichkeit Pedelecs. Aber worin genau liegt der Unterschied? Der ultimative E-Bike Einsteigerguide gibt Aufschluss.

  • Pedelecs (Pedal Electric Cycle) unterstĂŒtzen mit ihrem Motor, wenn du in die Pedale trittst. Alle Pedelecs, die bis 25 km/h unterstĂŒtzen und von einem Motor mit max. 250 Watt angetrieben werden, gelten rechtlich als Fahrrad und sind damit nicht zulassungspflichtig. FĂŒr diese FahrrĂ€der ist also keine rechtliche Zulassung, ein Helm oder gar ein FĂŒhrerschein gesetzlich vorgeschrieben.
  • Auch bei Speed Pedelecs (S-Pedelecs), deren Motor bis 45 km/h und max. 500 Watt (4 kW) unterstĂŒtzt, setzt du mit deinem Tritt in die Pedale den Impuls. S-Pedelecs gelten im Straßenverkehr als Kleinkraftrad und mĂŒssen fĂŒr ca. 35 bis 70 Euro pro Jahr versichert werden sowie ein Nummernschild fĂŒhren. Voraussetzung zum Fahren dieser RĂ€der ist ein FĂŒhrerschein der Klasse AM oder B. Neben einem Mindestalter von 16 Jahren gilt fĂŒr diese speziellen FahrrĂ€der auch eine Helmpflicht. Wichtig zu wissen: Die Straßennutzung ist verpflichtend. Fahrradwege dĂŒrfen nicht mehr befahren werden.
  • E-Bikes hingegen fahren auf Knopfdruck völlig automatisch, also auch ohne Impuls des Fahrers. Dieser Fahrradtyp ist bereits ab 6 km/h zulassungspflichtig – mit allen Rechten und Pflichten, die bereits bei den Speed Pedelecs beschrieben wurden mit Ausnahme der Helmpflicht. Die zugelassene max. Geschwindigkeit liegt bei 20 km/h und 500 Watt Motorleistung. Aufgrund der EinschrĂ€nkungen und vielleicht auch wegen des mangelnden Fahrspaßes ist der Markt fĂŒr “echte” E-Bikes daher relativ begrenzt.

Im Alltag haben diese teils feinen Unterschiede keine so große Bewandtnis mehr, weil sich inzwischen auch international zunehmend mehr der Begriff “E-Bike” fĂŒr alle Arten von elektrischer UnterstĂŒtzung von FahrrĂ€dern durchsetzt. Der Einfachheit halber werden auch wir hier von E-Bikes sprechen, auch wenn tatsĂ€chlich meistens von Pedelecs die Rede ist.

Was sind die Vorteile von E-Bikes?

Wie jedes andere Verkehrsmittel auch hat ein E-Bike verschiedene VorzĂŒge und Nachteile, mit denen es sich vor einer Anschaffung auseinander zu setzen gilt. Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Komfort
  • Hohe Bewegungsmotivation
  • Angenehme Geschwindigkeit
  • Gute Ökobilanz
  • Kaum GerĂ€usche

Vorteile von E-Bikes

Das Fahren mit dem E-Bike ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad mit deutlich weniger körperlicher Anstrengung verbunden. Wie eingangs erwĂ€hnt, musst du als Fahrer immer noch in die Pedale treten, damit das Rad losfĂ€hrt. Allerdings wird deine reine Muskelkraft durch den Fahrradmotor in mehreren Stufen unterstĂŒtzt, der letztendlich die Hauptarbeit ĂŒbernimmt. Du trittst also in die Pedale, um den Impuls zu setzen, damit der Motor weiterarbeitet. Du kannst dann wĂ€hrend der Fahrt selbst einstellen, wie viel Arbeit der Motor ĂŒbernehmen soll. Oder du stellst die UnterstĂŒtzung sogar ganz ab und fĂ€hrst wie mit einem normalen Fahrrad. Es liegt in deinen HĂ€nden Beinen. 😉

Exkurs: UnterstĂŒtzungsstufen bei E-Bike Motoren

Jeder Motor eines E-Bikes bietet unterschiedlich viel UnterstĂŒtzung pro Stufe. Die Stufen lassen sich wĂ€hrend der Fahrt auswĂ€hlen. Beispielhaft ist hier die UnterstĂŒtzung fĂŒr die einzelnen Stufen des Bosch-Motors Active Line aufgefĂŒhrt.

Bosch Active Line:

    • TURBO: 270 %
    • SPORT: 180 %
    • TOUR: 100 %
    • ECO: 40 %

E-Bikes bieten komfortable Fortbewegung

Der hohe Komfort regt dazu an, öfter eine Radtour zu unternehmen – selbst wenn die Wetterbedingungen nicht ideal sind. Da du als Radfahrer mit einem E-Bike nicht so intensiv negativen EinflĂŒssen wie Gegenwind oder Steigungen ausgesetzt bist, kannst du dich vielleicht besser dazu motivieren, eine fĂŒr dich neue Strecke zu erkunden, selbst wenn es etwas windiger ist oder du öfter mal einen Anstieg im GelĂ€nde ĂŒberwinden musst. Gleichzeitig sind viele E-Bike Einsteiger auch eher dazu bereit, lĂ€ngere Touren als sonst fĂŒr sie ĂŒblich mit dem Pedelec zurĂŒckzulegen. Da sie nicht bereits nach wenigen Kilometern völlig außer Atem sind oder das Brennen ihrer Muskeln spĂŒren, sind sie eher motiviert, so lange zu fahren wie es ihnen der Fahrradakku erlaubt.

Die Ökobilanz eines E-Bike kann sich sehen lassen

In seiner Ökobilanz liegt das Elektrofahrrad ganz deutlich vor einem Auto, dem Bus oder der Bahn. Es entstehen keine Abgase und es bleiben keine RĂŒckstĂ€nde auf den Straßen zurĂŒck. An einer Ampel schalten manche E-Bikes ihren Motor sogar aus, um Strom zu sparen. Weiterhin kannst du als Fahrer selbst entscheiden, ob du auf deiner Strecke weniger Motor-UnterstĂŒtzung haben möchtest oder mehr.

Außerdem gut zu wissen: Die meisten E-Bikes sind gerĂ€uscharm. Du kannst also problemlos GesprĂ€che mit deinen Mitstreitern fĂŒhren und fĂ€llst auch in grĂ¶ĂŸeren Fahrradgruppen nicht unangenehm auf.

Nachteile von E-Bikes

Allerdings hat ein E-Bike auch Nachteile, die du im Hinterkopf behalten solltest. Dazu gehören:

  • Wetterempfindlichkeit
  • Leicht erhöhtes Unfallrisiko
  • Akku-AbhĂ€ngigkeit
  • Relativ hohe Anschaffungskosten

E-Bikes setzen auf Elektronik, um ihre Fahrer bequem von A nach B zu bringen. Inzwischen sind moderne E-Bikes so konzipiert, dass den empfindlichen Komponenten wie dem Motor oder dem Akku auch bei Regen oder Schnee nichts mehr passieren kann. Wenn das Rad lĂ€ngere Zeit bei Regen und KĂ€lte draußen steht, sieht die Situation anders aus. Auf Dauer kann Wasser an die elektrischen Teile gelangen und zu einem Kurzschluss fĂŒhren. Darum solltest du als E-Bike Fahrer darauf achten, dein Rad an einem trockenen, warmen Platz zu lagern oder zumindest unter einen geeigneten Unterstand zu stellen. Einfache Regenfahrten oder PfĂŒtzen machen modernen E-Bikes hingegen nichts aus.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schließt eine spezielle E-Bike Versicherung ab. Diese enthalten oft Schutzleistungen und die Übernahme von Reparaturen fĂŒr defekte Teile. Eine solche Police bekommst du heute schon fĂŒr kleines Geld. Falls du mehr darĂŒber erfahren möchtest, wirf doch einen Blick in unseren Ratgeber zu E-Bike Versicherungen. Und natĂŒrlich solltest du ein hochwertiges E-Bike nicht ungeschĂŒtzt stehen lassen. Du brauchst ein sicheres Schloss. Auch darum haben wir uns gekĂŒmmert. Wirf gerne einen Blick in unseren Fahrradschloss Test.

Durch Topgeschwindigkeiten zwischen 25 km/h und 45 km/h ist das Risiko eines Unfalls mit den ElektrofahrrĂ€dern potentiell höher als bei einem normalen Fahrrad. Wenn ein Fahrer bei hoher Geschwindigkeit einem plötzlich auftauchenden Hindernis ausweichen muss, ist eine blitzschnelle Reaktion gefragt. Noch besser sind eine umsichtige Fahrweise, ein gutes GespĂŒr fĂŒr das Verkehrsgeschehen und ein stets wachsamer Blick. Um dich selbst zu schĂŒtzen, legen wir dir das Tragen eines Fahrradhelms dringend ans Herz!

UnfÀlle und SchÀden von E-Bikes

Sollte bei einem Unfall oder auch bei alltĂ€glicher Benutzung das Fahrrad beschĂ€digt werden, kann man als Nichtfachmann den Schaden oft selbst beheben, sofern einfache Bauteile betroffen sind. Falls hingegen komplexe Teile wie die des Motors, der Elektronik etc. beschĂ€digt sind, ist ein Experte gefragt. Hier kann es aufgrund der hochwertigen Technik und teils aufwĂ€ndigen Reparatur schnell teuer werden. Daher geben wir nochmals die Empfehlung zum Abschluss einer E-Bike Versicherung, denn in vielen FĂ€llen werden die Kosten fĂŒr Teildefekte und Reparaturen ĂŒbernommen. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ gleicht sich der Preis fĂŒr eine solche Versicherung schon nach einer Reparatur wieder aus.

Die Ausdauer des Akkus ist entscheidend

Die AbhĂ€ngigkeit vom Akku beim E-Bike ist vergleichbar mit der AbhĂ€ngigkeit vom Kraftstoff beim Auto. Allerdings haben E-Biker den großen Vorteil, dass ihr Vehikel natĂŒrlich auch ohne “Sprit” noch weiterfahren kann. Dennoch gilt der Grundsatz: Ein leistungsstarker Akku lĂ€sst dich als Fahrer mehr Kilometer zurĂŒcklegen, muss dafĂŒr aber auch etwas lĂ€nger geladen werden. Ein kleiner Akku ist schneller geladen und entsprechend fĂŒr kĂŒrzere Strecken vorgesehen. Falls du dich fragst, welche Akku-GrĂ¶ĂŸe zu deinen BedĂŒrfnissen passt, wirf gerne einen Blick auf unsere Ratgeberseite zum Thema E-Bike Akkus. Dort werden alle wichtigen Fragen beantwortet.

Welcher Fahrradtyp passt zu mir?

Die viel entscheidendere Frage lautet jedoch: “WofĂŒr möchte ich das E-Bike hauptsĂ€chlich nutzen?”. Inzwischen sind diverse Typen von E-Bikes auf dem Markt verfĂŒgbar, die sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck richten. Im Folgenden helfen wir dir, einen ersten Überblick zu gewinnen. Je nach Anwendungsfall haben diese E-Bike Typen unterschiedliche StĂ€rken und SchwĂ€chen.

City E-Bike

Ein City E-Bike ist der Klassiker unter den Fahrradtypen, bestens geeignet fĂŒr die Straßen und Radwege einer Stadt. Optisch zeichnet es sich durch ein ansprechendes Design aus und bringt dich als Fahrer mit bis zu 25km/h ĂŒberall wohin du möchtest. Einen genaueren Blick mit all seinen Vor- und Nachteilen kannst du hier auf das City E-Bike werfen.

S-Pedelec

Ein S-Pedelec oder auch Speed-Pedelec ist auf Geschwindigkeit ausgelegt. Das Rad schafft im Durchschnitt 30 km/h bis 35 km/h, ohne dass du dich besonders anstrengen musst. Die Topgeschwindigkeit dieses Fahrradtyps liegt bei 45 km/h. Ein Volltreffer, wenn du z.B. Pendler bist und jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren möchtest. NÀher beleuchten wir das S-Pedelec in diesem Beitrag.

E-MTB

SchlĂ€gt dein Herz fĂŒr echte Offroad-Abenteuer fernab der ĂŒblichen befestigten Wege, gönn dir ein E-Mountainbike, kurz E-MTB! Die breiten Reifen bieten mehr Grip auf unebenen Pisten und mit dem kraftvollen Antrieb lassen sich Uphill-Strecken bewĂ€ltigen, auch ohne dass du dich völlig verausgaben musst. Alles Wissenswerte haben wir hier noch einmal fĂŒr dich zusammengefasst.

Trekking E-Bike

Ein Trekking E-Bike ist fĂŒr das Fahren lĂ€ngerer Distanzen ausgelegt. Lange Fahrradtouren sind mit diesem Fahrradtyp kein Problem. Eine entsprechend große Akku-Leistung sorgt dafĂŒr, dass du grĂ¶ĂŸere Strecken zurĂŒcklegen kannst. DarĂŒber hinaus ermöglicht das Rad auch das Anbringen von Fahrradtaschen, damit du unterwegs immer das Wichtigste parat hast. Trekking E-Bikes kann man als einen Kompromiss zwischen City E-Bikes und E-MTBs verstehen.

Kompakt E-Bike

Charakteristisch fĂŒr das Kompakt E-Bike ist sein kleiner Rahmen. Im Vergleich zu einem normalen City E-Bike ist ein Kompakt E-Bike höchstens halb so groß. Außerdem können die meisten Modelle noch zusĂ€tzlich zusammengeklappt werden, um sie platzsparend im Auto oder in der Bahn zu transportieren. Sie eignen sich zum Beispiel fĂŒr den Urlaub, um auch unterwegs mal aufs E-Bike steigen zu können.

XXL E-Bike

Ein XXL E-Bike zeichnet sich durch einen verstĂ€rkten Rahmen, breiten Sattel und breite Griffe aus. Das erlaubt es auch Fahrern mit einem erhöhtem Körpergewicht bedenkenlos auf dem E-Bike zu fahren. WĂ€hrend ein durchschnittliches City E-Bike fĂŒr ein Gesamtgewicht zwischen 120kg und 140kg zugelassen ist, können auf einem XXL E-Bike problemlos 180kg transportiert werden, ohne dass der Rahmen, die Bremsen oder der Motor in Mitleidenschaft gezogen wird. Solche XXL E-Bikes gleichermaßen fĂŒr normalgewichtige Fahrer geeignet, die lediglich schwere Fahrradtaschen oder ein Kind im Kindersitz transportieren möchten.

Lasten E-Bike

Ein Lasten E-Bike hat zusĂ€tzlich zum GepĂ€cktrĂ€ger noch eine breite und stabile LadeflĂ€che. Auf dieser LadeflĂ€che kannst du z.B. GetrĂ€nkekisten, ein Kind im Kindersitz oder auch dein Haustier in einer Transportbox befördern. Dieses E-Bike eignet sich sowohl fĂŒr die Fahrt zum Einkaufen als auch als Transportmittel fĂŒr verschiedene Dinge, die auf keinem herkömmlichen GepĂ€cktrĂ€ger Platz finden wĂŒrden.

Selbst-Test: Welcher Fahrradtyp ist der Richtige?

Falls du dir noch unsicher bist, welcher Fahrradtyp fĂŒr dich der Passende sein könnte, bietet dir unser Selbst-Test Orientierung. Anhand von 8 Fragen findest du schnell heraus, welcher Fahrradtyp der Richtige fĂŒr dich ist.


Wichtige Komponenten

Jedes E-Bike besteht aus einigen zentralen Komponenten, die das E-Bike erst zu dem machen, was es ist. Erfahre in diesem ultimativen E-Bike Einsteigerguide mehr ĂŒber die elektrifizierten Teile wie den Motor oder Akku. Aber du bekommst auch Wissen ĂŒber Bremsen und weitere Teile, die den besonderen Anforderungen von ElektrofahrrĂ€dern aufgrund des höheren Tempos genĂŒgen mĂŒssen.

Der Motor

Beim Motor gibt es generell zwei Unterscheidungsmerkmale, nĂ€mlich seine Leistung und seine Position am Fahrrad. Die Leistung liegt bei den meisten Fahrradtypen bei 250 Watt und 25 km/h. Das hat den einfachen Hintergrund, dass bei einer höheren Leistung ein Versicherungskennzeichen fĂŒr das E-Bike beantragt werden mĂŒsste. Es wĂŒrde unter die gleichen Bestimmungen fallen wie ein Mofa oder ein Motorroller. Allerdings finden sich leistungsstĂ€rkere Motoren nur bei S-Pedelecs. Wer einen anderen E-Bike-Typ kaufen möchte, braucht sich also nicht um die Leistung Gedanken zu machen.

Die Motorposition bei E-Bikes beeinflusst die Fahreigenschaften

Die Position des Motors am E-Bike bestimmt dagegen seine Antriebsart. Sehr hĂ€ufig setzen Hersteller auf einen Mittelmotor, der direkt mit der Kurbel des Tretlagers verbunden ist. Er hat den Vorteil, dass der Mittelmotor den Schwerpunkt des Fahrrads in die Mitte verlegt und in direkter Abstimmung mit der Pedalbedienung arbeitet. Dadurch kommt der Mittelmotor dem GefĂŒhl eines normalen Fahrrades am NĂ€chsten.

DarĂŒber hinaus gibt es noch den Vorderrad-Motor und den Heck-Motor. Beide verĂ€ndern den Schwerpunkt des elektrischen Velos und beeinflussen somit das FahrgefĂŒhl. Entweder hat man das GefĂŒhl, dass man gezogen oder geschoben wird. Dennoch haben auch diese Motorpositionen ihre Berechtigung.

Wenn du mehr zu den einzelnen Motorpositionen erfahren möchtest, wirf einen Blick in unseren Ratgeber fĂŒr E-Bike Motoren.

Das Display

Das Display ist der kleine Computer, der einen Fahrer ĂŒber den aktuellen Zustand des E-Bikes informiert. Es zeigt unter anderem an, wie schnell der E-Biker gerade fĂ€hrt, in welchen Gang geschaltet hat und wie viel Akku-Leistung noch vorhanden ist. Moderne Displays bieten Zusatzfunktionen wie eine Karte fĂŒr die Navigation oder einen Messer der Trittfrequenz an. Beim Display ist vor allem wichtig, dass alle Anzeigen gut erkennbar sind, damit man sie wĂ€hrend der Fahrt auch mit knappem Blick lesen kann, statt lange entziffern zu mĂŒssen, was gerade angezeigt wird. Zudem sollte es auch ĂŒber einen Nachtmodus verfĂŒgen, der das Display mit einer Hintergrundbeleuchtung unterstĂŒtzt.

Der Akku

Beim Akku sind zwei Punkte fĂŒr den Fahrer interessant. Zum einen ist das seine Fassungsvermögen und zum anderen die Ladedauer. Das Fassungsvermögen oder KapazitĂ€t wird oft in Wattstunden (Wh) angegeben und zeigt an, wie viel Strom der Akku aufladen kann. Je mehr Strom ein Akku fassen kann, desto lĂ€nger kann ein E-Bike fahren, ohne dass es neu aufgeladen werden muss. Gerade bei Trekking E-Bikes findet man Akkus mit sehr großem Fassungsvermögen, damit sie auch den langen Strecken gewachsen sind, die die Fahrer unternehmen möchten.

Die Ladedauer gibt dagegen an, wie lange es dauert, bis der Fahrrad-Akku komplett aufgeladen ist. Gerade fĂŒr KĂ€ufer von City E-Bikes oder Kompakt E-Bikes ist das wichtig, damit sie ihre Fahrten gut planen können. Immerhin möchten sie beispielsweise nach dem Besuch im Schwimmbad nicht erst lange warten, bis der Akku fĂŒr den Heimweg wieder voll ist.

Unser ausfĂŒhrlicher Ratgeber zum Thema E-Bike Akkus erklĂ€rt dir alles Wichtige hinsichtlich der Anschaffung, Umgang und Pflege von Akkus.

Das Schaltsystem

Es gibt zwei unterschiedliche Schaltsysteme, die bei einem E-Bike zum Einsatz kommen können. Auf der einen Seite ist das die Narbenschaltung. Der Gang wird hierbei am Narben des Hinterrads eingestellt. Gerade fĂŒr Kurzstrecken sind Narbenschaltungen vorteilhaft, weil sie vergleichsweise pflegeleicht sind. Oftmals reicht es aus, wenn das Getriebeöl alle zwei Jahre ausgetauscht wird, damit ein Narbenschaltsystem ohne Probleme arbeiten kann. Meistens reichen bereits fĂŒnf, sieben oder acht GĂ€nge bei einer Narbenschaltung völlig aus.

Auf der anderen Seite gibt es die Kettenschaltsysteme. Sie kommen hĂ€ufiger bei Trekking E-Bikes und E-MTBs zum Einsatz. Die Kette lĂ€sst sich auf verschiedene ZahnrĂ€der wechseln, um den Widerstand beim Treten zu erhöhen oder zu verringern. Gerade in bergigen Regionen ist das von Vorteil, um seine Geschwindigkeit konstant zu halten, auch wenn die Biker bergauf fahren möchten. Üblicherweise werden Kettenschaltungen mit elf, zwölf oder 14 GĂ€ngen eingesetzt, damit die Fahrer eine gute Auswahl an unterschiedlichen Einstellungen haben.

Welche Bremsen sind empfehlenswert fĂŒr mein E-Bike?

Der ultimative E-Bike Einsteigerguide verrĂ€t es dir. Viele Hersteller setzen mittlerweile auf hydraulische Scheibenbremsen. Gerade bei E-MTBs, S-Pedelecs und Trekking E-Bikes kommen die Bremsscheiben zum Einsatz. Sie können auch bei hohen Geschwindigkeiten einen höheren Bremsweg garantieren. Außerdem funktionieren sie unter allen Witterungsbedingungen nahezu gleich. Allerdings muss ein Radfahrer auch etwas mehr Kraft aufwenden, um die volle Bremsleistung zu erzielen. Daher ist das Bremsen mit Scheibenbremsen fĂŒr Frauen manchmal etwas unangenehmer, weil die Muskulatur nicht so stark ausgeprĂ€gt sein kann. Ein anderes Problem ist das sogenannte Fading. Die Bremsscheiben werden durch die Reibung heiß und verlieren an Bremskraft. Darum sind hydraulische Scheibenbremsen eher fĂŒr kurze Bremsmanöver gedacht als fĂŒr ein langes, anhaltendes Bremsen.

Ein anderes Bremssystem sind hydraulische Felgenbremsen. Sie werden hĂ€ufig in City E-Bikes und Kompakt E-Bikes verbaut. Manchmal sind sie auch in Trekking E-Bikes verbaut. Felgenbremsen verlangsamen die Fahrgeschwindigkeit, indem zwei Bremsklötze sich bei BetĂ€tigung an das Rad drĂŒcken. Bei hydraulischen Felgenbremsen geschieht das durch den Einsatz von Hydrauliköl. Die Kraft zum Bremsen lĂ€sst sich gut variieren. Ein E-Biker kann zum Beispiel bei einer Bergabfahrt die Geschwindigkeit mit wenig Druck reduzieren, aber auch eine Vollbremsung hinlegen, falls Gefahr droht. Es entsteht kein Fading durch Überhitzung. Allerdings können Felgenbremsen durch Schnee oder Matsch an Bremskraft verlieren. Ein Fahrer muss also bei schlechtem Wetter mit einem lĂ€ngeren Bremsweg rechnen als bei gutem Wetter auf gerader Strecke.

Etwas exotisch sind mechanische Felgenbremsen, die ohne Hydrauliköl auf das Rad einwirken. Weil sich die Bremsklötze durch die hohen Geschwindigkeiten eines E-Bikes beim Bremsen schneller abnutzen, kommen diese Bremsen aber nur vereinzelt in City E-Bikes oder Kompakt E-Bikes zum Einsatz. Weil mechanische Felgenbremsen gĂŒnstiger in der Produktion sind, finden sie sich hĂ€ufiger an Discounter E-Bikes. Hier gilt es genau hinzusehen.

Wie weit kann ich mit einem E-Bike fahren?

Oft werden wir danach gefragt wie weit man mit einem Elektrofahrrad fahren kann. Diese Frage ist allerdings gar nicht so einfach zu beantworten. Viele Faktoren beeinflussen, wie weit man mit einer Akku-Ladung tatsÀchlich kommt. Dazu gehören unter anderem:

  • Das Fassungsvermögen des Akkus
  • Die gewĂ€hlte UntersĂŒtzungsstufe deines E-Bikes
  • Das Gewicht des E-Bikes
  • Das Gewicht des Fahrers
  • Die Trittfrequenz
  • Witterungsbedingungen
  • und noch einige andere Faktoren

Wenn zwei Fahrer mit dem komplett gleichen E-Bike fahren wĂŒrden, könnte der eine vielleicht locker 60 km zurĂŒcklegen, bevor der Akku seines E-Bikes leer ist. Der zweite Fahrer wĂŒrde aber nur knapp 40 km schaffen, weil er etwas schwerer oder grĂ¶ĂŸer ist, weil es bei seiner Tour deutlich wĂ€rmer war oder weil er eine höhere Trittfrequenz als der erste Fahrer hatte.

WĂ€hrend kein VerkĂ€ufer genaue Angaben machen wird, wie weit ein Kunde oder eine Kundin mit dem einen oder dem anderen E-Bike kommen wĂŒrde, gibt es zumindest generelle Richtwerte. Ein durchschnittliches City E-Bike kann bis zu 40 km schaffen, ohne dass der Akku zwischengeladen werden muss. Hochwertige Trekking E-Bikes schaffen dagegen auch 80 km bis 100 km unter Idealbedingungen.

Wie du siehst ist das Berechnen der maximalen Strecke ist eine Wissenschaft fĂŒr sich. Deshalb hat der Motorhersteller Bosch einen Reichweitenrechner entwickelt, der diese Fragen beantworten soll. Probiere den Reichweitenrechner aus erfahre Tipps im Umgang mit E-Bike Akkus hier auf unserer Seite.

Wer die meiste Strecke aus seinem E-Bike Akku herausholen möchte, der kann versuchen das Gewicht auf dem E-Bike zu verringern und zum Beispiel Fahrradtaschen abzunehmen. Außerdem hilft eine ruhige und gleichmĂ€ĂŸige Trittfrequenz dabei den Motor und den Akku zu entlasten. Bei sehr heißem Wetter wird der Akku sich etwas schneller entladen. Auf solche kleinen Dinge können angehende E-Bike-Fahrer achten, um die Leistung des Motors und des Akkus wĂ€hrend der Fahrt deutlich zu verbessern.

Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?

Gerade als Einsteiger ist man unsicher, wieviel man fĂŒr ein E-Bike ausgeben muss oder sollte. Dass gute E-Bikes nicht wenig Geld kosten ist indes kein Geheimnis mehr. Selbst gute E-Bikes fĂŒr Einsteiger kosten um die 1.500 Euro. Darf es eine bessere QualitĂ€t sein, gehen die Preis schnell ĂŒber 2.000 bis 3.000 Euro. Aber nicht jeder hat ein prall gefĂŒlltes Konto oder kann sich sofort ein E-Bike leisten. Wer dennoch nicht auf den Spaß verzichten möchte macht sich Gedanken ĂŒber verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung eines E-Bikes. Wenn dich dieses Thema interessiert, wirf einen Blick in unseren Ratgeber zum Thema Finanzierung von E-Bikes.


HĂ€ufige Fragen zu E-Bikes

In diesem Abschnitt findest du hĂ€ufige Fragen und Antworten zum Thema E-Bikes die in keinem ultimativen E-Bike Einsteigerguide fehlen dĂŒrfen.

Worauf muss ich beim Kauf eines E-Bikes achten?

Damit E-Bike Einsteiger nicht beim Kauf eines E-Bikes die Katze im Sack kaufen, lohnt sich eine gute Recherche. Denn selbst HĂ€ndler wissen oftmals nicht um die Feinheiten der einzelnen E-Bikes die sie vor Ort stehen haben. Damit du nicht diese mĂŒhsame Arbeit auf dich nehmen musst und dennoch nicht die Katze im Sack kaufst, machen wir das. Du findest auf unserer Seite Tests und Empfehlungen. NatĂŒrlich zurechtgeschnitten auf deine BedĂŒrfnisse.

Eigens zu diesem Thema haben wir einen Artikel geschrieben, wo wir dir genau schildern, worauf du beim Kauf eines E-Bikes achten solltest. Dort geben wir dir noch einige Tipps mit auf den Weg.

Ist es sinnvoll ein E-Bike online zu kaufen?

FĂŒr den Kauf beim Fahrradladen um die Ecke, sowie beim Online-HĂ€ndler gibt es jeweils gute Argumente. Der grĂ¶ĂŸte Vorteil beim HĂ€ndler um die Ecke ist, dass du das Rad anfassen und probefahren kannst. Keine Frage, dass ist ein wichtiger Punkt. Allerdings findest du bei einem HĂ€ndler immer nur eine sehr eingeschrĂ€nkte Auswahl vor. Hier haben Online-HĂ€ndler wie XXL-Fahrrad den Vorteil, dass sie eine extrem breite Palette von E-Bikes und Pedelecs anbieten können. Zudem liegen die Preise von Online-HĂ€ndlern hĂ€ufig 10 bis 20 % unter den Preisen von örtlichen FahrradlĂ€den. Damit du kein Risiko eingehst, wird dir das Rad nach Hause geliefert, du kannst Probefahren und bei Nichtgefallen innerhalb einer gewissen Frist das E-Bike zurĂŒckgeben. Dadurch kauft du auch hier keine Katze im Sack.

Kann man mit einem E-Bike auf dem Fahrradweg fahren?

Die meisten E-Bikes sind in Wirklichkeit sogenannte Pedelecs, die max. 25 km/h fahren dĂŒrfen und damit nicht angemeldet und versichert werden mĂŒssen. Dadurch gelten sie rechtlich wie normale FahrrĂ€der und dĂŒrfen auch auf Radwegen gefahren werden.

S-Pedelecs sind E-Bikes, die bis zu 45 km/h schnell fahren können und rechtlich in einer Liga wie Mofas und Co. fahren. Dadurch muss man ihnen auf der Straße fahren und darf keinen Radweg benutzen. Tut man es dennoch, ist man im Falle eines Unfalls nicht versichert.